Selbstversorger Gartentagebuch 12.02.2016

Share Button

Tag 1 die Entäuschung

Es ist soweit, heute geht es endlich 50 km richtung Süden zu meinem 500 m2 Ackergarten. Mein gepachtetes Land liegt in der nähe vom Gardasee und dadurch hat es einige klimatische Vorzüge zu dem kälterem Mitteleuropa. Wir haben heute den 12. Februar und eine Tagestemperatur von 10 Grad Celsius. Nachts sind nur mehr vereinzelte Frosttage möglich. Ab mitte März sollte es in meiner Selbstversorger Garten Region keinen Nachtfrost mehr geben und so bin ich startbereit für viele Gemüsesorten die gegen Frost empfindlich sind.

Vormittags bin ich nochmal meine Checkliste durchgegangen damit ich auch nichts vergesse. Das wichtigste war mein Saatgutsortiment, wobei bei 10 Grad nicht allzuviel möglich ist. Feldsalat, Spinat könnte man versuchen auszusäen., aber di Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, denn ein wenig blauäugig fuhr ich los, und wenn ich ehrlich bin hatte ich schon viel zu große Erwartungen.

Nach ca 45 Minuten kam ich an, und war total gespannt, denn ich war vor 3 monaten das letzte mal da gewesen, als ich den Pachtvertrag unterschrieben hatte. Da war noch rein gar nichts von meinen 5 x 100 m2 Parzellen zu erkennen. Als ich ankam sah alles sehr vielversprechend aus und Zäune waren in Reihe und Glied vorhanden, genauso wie es mit meinem Verpächter vereinbart war. Das gesamte Gartenareal misst ca 3000 m2 und da eine große Nachfrage besteht, wird wohl jedes Jahr erweitert. Schauen wir mal ob ich nächstes Jahr noch mehr Fläche brauche oder ob ich schon meinen eigenen Hof bewirtschafte.

Ein schönes Gittertor gibt es auch schon, mit Funk zu bedienen, damit nicht jeder in die Anlage reinkommt. Sogar eine Videoüberwachung wurde installiert, ja in Zeiten der Armut wohl unabdingbar, wobei ich jedem der mich nett fragt auch was von meiner Ernte abgeben würde.

Der erste Eindruck war schon mal sehr gut, aber als ich dann Ausstieg, sah ich, dass der Gartenboden noch total unbearbeitet war und Steine und Gehölz rumlagen, da war mir klar Gemüse Selbstversorger werden ist kein Zuckerschlecken! Der Boden war nass und schwer, es hatte ein paar Tage geregnet und so konnte ich heute definitiv nicht mit der Gartenarbeit beginnen. Ich war total entäuscht und ging jetzt mal zu meinem Verpächter um zu fragen was ich tun solle.

Er war sehr nett und erklärte mir, sobald sich das Wetter bessert, wir er mir meinen Gartenbereich mit der Fräse bearbeiten und dann könne ich mit der Gartenarbeit anfangen.

Salat wird das erste sein was ich anbaue, super dann gibts bald frischen Salat ausn Garten!

So nun bin ich wieder alleine zu meinen Parzellen hin und habe mir mal den Boden näher angeschaut. Mittelschwere lehmige Erde, genau richtig für den Gemüseanbau. Lehmige Erde speichert Nährstoffe und Feuchtigkeit und hat somit einige Vorteile zu anderen Bodenbeschaffenheiten. Toll ist auch, es gibt Brunnenwasser zum gießen, wenn das mal nicht vom feinsten ist.

So das wars dann wohl mit der Gartenarbeit heute. Statt zu graben und zu Hacken habe ich mir dann mal die Nachbarsgärten angeschaut. Also wenn bei mir auch alles so toll wächst bin ich vollst zufrieden. Große Brokkolis vom letzten Jahr waren zu sehen, aber auch noch ein paar andere Kohlsorten. Im Gewächshaus ein paar der Gärtner war sogar schon einiges an Salaten zu sehen. Aber was mich umgehauen hat, war das in einer Parzelle Rosenkohlpflanzen Standen mit riesigen Röschen. Da kann ich mir sicher noch ein paar gute Tipps holen.

euer Christian

 

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.