Die Brennnessel – mehr als nur ein Unkraut!

Die Brennnessel

Brennnesseln als Wildwuchs im Garten

Herkunft

Die Brennnessel hat Ihren Ursprung in Mitteleuropa. Sie ist aber mittlerweile auch in Asien, Nordeuropa und Nordamerika zu finden. Den meisten ist die Brennnessel als Unkraut bekannt und man möchte ihnen lieber nicht begegnen, da sie bei Hautkontakt sehr schmerzhafte Quaddeln auf der Haut Bilden.

Wuchs, Blätter und Blüten

Die Brennnessel kann je nach Art zwischen 10 und 300 Zentimeter groß werden. Ihre Wurzeln sind gelblich und die Stängel eher kantig. Die Blätter sind mit Brennhaaren besetzt, die die bekannten Schwellungen, auch Quaddeln genannt, auslösen. Diese Brennhaare wirken als Schutzmechanismus gegen Fressfeinde und sind überwiegend auf der Blattoberseite zu finden. Bei Berührung stechen die Härchen in die Haut des Opfers und spritz mit Druck einen ameisensäurenhaltigen Inhalt in die Wunde. Dies verursacht den kurzen und den brennenden Schmerz. 

Boden

Zum Leidwesen vieler wachsen Brennnesseln fast überall. Ist der Boden nährstoffreich und feucht, ist die Pflanze meist anzutreffen. Sie ist auch Anzeiger für stickstoffreiche Böden, so ist Sie auch oft an Waldrändern anzutreffen. Eine Pflanzung von Brennnesseln im Garten ist meist nicht nötig, da die Pflanze meist alleine den Weg in den Garten findet. Möchte man doch selbst pflanzen, gibt es Samen im Fachgeschäft oder Onlinehandel*.

Pflege

Eine Pflege der Pflanze ist im Normalfall nicht nötig. Sie kann ganzjährig geerntet werden. Ein Rückschnitt der Pflanze fördert die Bildung neuer Triebe.

Ernte

Die Ernte der Brennnessel kann zu schmerzhaften Tortur werden. Die Benutzung von einfach Küchenhandschuhen aus Latex kann hier Abhilfe schaffen. Die Brennnessel lässt sich für Mutige aber auch „Entwaffnen“. Nehmen Sie die Stängel zwischen Zeige- und Mittelfinger. Streifen Sie dann die Blätter von unten nach oben ab. Das erspart die schmerzhafte Ernte.

Die Brennnessel kann zu Tee*, Frischsaft oder Tinkturen verarbeitet werden.

Heilpflanze

Bereits in der Antike war die Brennnessel als Heil- und Wunderkraut bekannt. Durch die Wirkstoffe der Brennnessel wird die körperliche Entschlackung gefördert, die Leber gereinigt und der Stoffwechsel angekurbelt. Daher wird die sie oft zur Entgiftung und Entschlackung im Rahmen von Frühjahrskuren angewendet. Sie ist ein sehr guter Eisenlieferant, da Sie zwei- bis viermal so viel Eisen wie ein Rindersteak enthält. Der Spinat der schon sehr eisenhaltig ist, kann die Brennnessel um das bis zu dreifache überbieten.

Wirkung

Die Brennnessel hat unterschiedliche Wirkungen. Sie ist:

  • Harntreibend
  • Krampflösend
  • Stabilisiert das Immunsystem
  • Schmerzlindernd
  • Entzündungshemmend

Sie wird daher für die Behandlung und als begleitende Therapie bei den nachfolgenden Beschwerden eingesetzt:

  • Prostatabeschwerden
  • Reizblase
  • Arthrose
  • Rheuma
  • Harnwegsentzündungen